Wie gelingt der Kaffee im Espressokocher?

Caffettiera, Bialetti, Moka-Kanne. Alles Begriffe für ein und dasselbe Gerät: Den klassischen Espressokocher (im deutschsprachigen Raum auch bekannt als Herd- oder Espressokanne).

Seit 1933 werden die traditionell achteckigen Zubereiter aus Aluminium vom Hersteller Bialetti produziert und sind nach wie vor in den meisten italienischen Haushalten zu finden. Auch in Deutschland erfreut sich der Espressokocher an großer Beliebtheit, wenn auch der Name etwas irreführend ist, da man mit ihm gar keinen „echten“ Espresso kochen kann. Für einen richtigen Espresso benötigt man einen Druck von ca. 9 bar, allerdings schafft es der Espressokocher maximal nur auf einen Druck von ca. 2,5 bar. Einen „Espresso“ aus der Moka-Kanne kann man schnell anhand der fehlenden Crema erkennen, die sich aufgrund des fehlenden Drucks nicht bilden kann und man darum lieber zu einer Espressomaschine greifen sollte. Dennoch kann man mit der Espressokanne einen sehr aromatischen und vollmundigen Kaffee herstellen, der sich nicht umsonst schon seit bald 90 Jahren über Generationen hinweg bewährt hat.

 Frisch aufgebrühter Cortegas Kaffee aus dem Espresso Kocher

 

Zubereitungsempfehlung:

Kaffeemenge Trichtereinsatz vollständig füllen
Wassermenge Bis max. unter das Sicherheitsventil
Wassertemperatur Vorgeheizt, aber nicht kochend
Temperatur des Herdes Mittel bis hoch
Mahlgrad Fein bis mittel
Brühdauer

Je nach Temperatur unterschiedlich,

aber ca. 3 min

 

Zubereitung Step by Step:

  1. Kaffee mahlen, Wasser erwärmen. Denn wenn man die Kanne direkt auf der Herdplatte erhitzt, erhitzt das Metall des Kochers zu stark. Folglich erhält man einen bitteren Kaffee mit metallischem Beigeschmack.
  1. Vorgewärmtes Wasser bis maximal unter das Sicherheitsventil füllen. Wassermenge kann variieren, je nachdem wie stark man seinen Kaffee haben möchte.
  2. Trichtereinsatz auf das Unterteil des Espressokochers setzen und den gemahlenen Kaffee bis zum Rand einfüllen. Kaffeemehl nicht andrücken, nur glattstreichen. Pulverreste vom Rand der Kanne entfernen, weil sonst unschöne Flecken entstehen, wenn sich der Kaffee einbrennt.
  1. Kannenoberteil auf den Kessel schrauben.
  2. Moka-Kanne auf den Herd mit mittlerer bis hoher Temperatur stellen. Nun wird das Wasser im Kessel anfangen zu kochen und wird sich durch das Kaffeemehl im Trichtereinsatz drücken, wo es durch ein Steigrohr nach oben in das Kannenoberteil gelangt und der fertige Kaffee aufgefangen wird.
  1. Ist ein Fauchen oder Zischen zu hören, nimmt man den Kocher von der Herdplatte, da jetzt auch Dampf im Steigrohr ist. Mit der Restwärme wird das restliche Wasser ins Kannenoberteil gedrückt und man vermeidet, dass der Kaffee auf dem Herd verbrennt.
  2. Fertigen Kaffee direkt einschenken und genießen! So vermeidet man, dass das Kaffeemehl weiter verbrennen kann und es zu einem bitteren Geschmack des Kaffees kommt.
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