Wie gelingt ein guter Kaffee mit der Espressomaschine?

Gerne wird behauptet, die Deutschen hätten die Espressomaschine erfunden, nachdem im Jahr 1825 in einer Zeitung berichtet wurde, dass in einer Lotterie eine Dampfkaffeemaschine zu gewinnen war. Leider konnte die Existenz einer solchen Maschine nie nachgewiesen werden und so wurde das Patent für die erste Espressomaschine 1885 von Angelo Moriondi angemeldet. Jahrzehntelang wurde weiter experimentiert, um eine Maschine entwickeln zu können, die es schafft den richtigen Druck zu erzeugen, den ein perfekter Espresso braucht. Genau dies gelang 1938 Giovanni Achille Gaggia und bereits 1946 begann die Produktion und der Vertrieb seiner Handhebelmaschinen, die nur mit großem Kraftaufwand betrieben werden konnten.

Die Bedienung ist heutzutage wesentlich einfacher, weswegen sich diese klassische Maschine weiterhin an großer Beliebtheit unter Liebhabern guten Kaffees erfreut. Die „Essenz des Kaffees“, wie der Espresso auch gerne genannt wird, entsteht durch einen Druck von 9 bar, mit dem das auf ca. 93 °C erhitzte Wasser durch das Kaffeepulver gepresst wird. Dies ergibt etwa 25 ml intensiven Kaffee gekrönt mit einer haselnussfarbenen, kräftigen Crema.

Die Espressomaschine spricht die gesamte Sinnwahrnehmung eines Kaffeeliebhabers an: Man bereitet das Kaffeepulver vor, spürt und hört, wie das Wasser durch den Siebträger gedrückt wird, sieht, wie der Espresso in die Tasse fließt, riecht die Aromen, die freigegeben werden und anschließend schmeckt man den Kaffee, der durch die eigene Hand entstanden ist.

 Cortegas Kaffee aus der Siebträgermaschine

 

Zubereitungsempfehlung:

Kaffeemenge

7 g für einen Single Shot / Bis zu 16 g für einen sehr intensiven Espresso

Wassermenge 25 – 30 ml
Wassertemperatur 93 – 95 °C
Mahlgrad Sehr fein
Brühdauer 25 – 35 Sekunden

 

Zubereitung Step by Step:

  1. Tasse mit heißem Wasser vorwärmen. So bleibt der Espresso während des Konsumierens warm, da die kleine Menge an Kaffee sehr schnell abkühlen kann.
  1. Kaffee auf der feinsten Einstellung mahlen.
  2. Kaffeepulver in den Siebträger einfüllen, sodass dieser gut gefüllt ist.
  3. Kaffeepulver im Siebträger mit einem Finger ohne Druck glattstreichen oder den Siebträger sanft auf die Arbeitsfläche klopfen, damit eine gerade Fläche für den nächsten Schritt, das „Tampen“, geschaffen wird.
  4. Mit dem Tamper, zu deutsch auch Anpressstößel, das Kaffeepulver gleichmäßig festdrücken. Empfohlen wird ein Druck von 15 – 18 Kilo.
  5. Maschine ohne eingesetzten Siebträger durchlaufen lassen, um Kaffeerückstände und altes Wasser aus der Brühgruppe heraus zu spülen.
  6. Siebträger einspannen und vorgewärmte Tasse unter den Siebträger stellen.
  7. Espresso-Bezug starten und nach ca. 25 – 35 Sekunden stoppen, da nun alle Aromen gelöst wurden und der Espresso sonst heruntergewässert wird.
  8. Frischen Espresso genießen!
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